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Projektdarstellung

Projektdarstellung

Projektkurzbeschreibung: Innovative Prüfungsverfahren in der beruflichen Aus- und Weiterbildung unter Nutzung moderner Kommunikationstechniken


Das Verbundprojekt wurde gemeinsam von der Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk und der DIHK-Gesellschaft für berufliche Bildung mbH von April 2004 bis Oktober 2007 durchgeführt. Dieses Vorhaben wurde aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union im Programm "Neue Medien in der Bildung" gefördert.

 

Ausgangssituation und Zielsetzung

 

Die Unternehmen in Handwerk, Industrie, Handel und Dienstleistung fordern praxisnah qualifizierte Fach- und Führungskräfte, die ihre berufliche Befähigung in handlungs-, auftrags- oder prozessorientierten Prüfungen nachweisen. Aufgrund dieser Forderung und im Zuge der Internationalisierung und Globalisierung ist das berufliche Prüfungssystem in der Aus- und Weiterbildung starken Veränderungsprozessen und einem zunehmenden Wettbewerb ausgesetzt. Neue Rechtsverordnungen haben zu neuen Prüfungsabläufen und -formen geführt. Prüfungen müssen sich stärker an der beruflichen Praxis orientieren. Das macht ihre Qualität und Aussagekraft aus. Damit nimmt der Prüfungsaufwand zu. Hinzu kommt, dass sich Veränderungen in der Arbeitswelt im Wesentlichen darin zeigen, dass die modernen Informations- und Kommunikationstechnologien alle Bereiche der Arbeits- und Berufswelt durchdringen. Für viele Arbeitnehmer ist der Umgang mit digitalen Technologien und damit IT- und Medienkompetenz zu einem selbstverständlichen Bestandteil ihres beruflichen Alltags geworden. Dies wirkt sich entsprechend auf die Berufsbildung und die Prüfungen aus.

 

Die Weiterentwicklung des Prüfungswesens durch eine standardisierte Realisierung netzgestützter Prüfungssysteme und deren nachhaltige Verbreitung ist daher notwendig, um den Veränderungen in der Berufsbildung Rechnung zu tragen. Diese neuen Prüfungssysteme müssten dabei sowohl eine qualitative Verbesserung der Prüfungen als auch Arbeitserleichterungen im gesamten Prüfungsablauf von der Aufgabenentwicklung über die Prüfungsdurchführung bis zur Auswertung der Prüfungen ermöglichen.

 

Gesamtziel des Projektes ist es, auf der Grundlage bisheriger Analysen ein geeignetes computergestütztes Prüfungssystem zu entwickeln und für die Durchführung handlungsorientierter Prüfungen in ausgewählten Berufen zu erproben. Darauf aufbauend sollen die zuständigen Stellen bei der Einführung und Implementierung neuer computergestützter Prüfverfahren auf breiter Ebene unterstützt und beraten werden. Dabei geht es vor allem darum, ein einheitliches und abgestimmtes Vorgehen der zuständigen Stellen beim Einsatz dieser neuen Prüfverfahren sowie eine bundesweit standardisierte und rechtlich abgesicherte Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechniken in Prüfungen von der Vorbereitung über die Durchführung bis zur Auswertung sicher zu stellen.

 

Aufgabenschwerpunkte:

 

Schwerpunktmäßig werden in dem Projekt folgende Aufgaben realisiert:

- Umsetzung neuer Prüfungskonzepte und Prüfungssysteme unter Berücksichtigung handlungs- und auftragsorientierter Aufgabentypen in Ausbildungsabschlussprüfungen sowie Fort- und Weiterbildungsprüfungen der Wirtschaft

- Modernisierung öffentlich-rechtlicher Prüfungsverfahren durch breite, standardisierte Nutzung computergestützter Prüfungssysteme bei den zuständigen Stellen in allen Phasen der Prüfung: Aufgabenentwicklung, Prüfungsdurchführung und Auswertung

- Entwicklung von Piloten für computergestützte Ausbildungsabschlussprüfungen sowie Fort- und Weiterbildungsprüfungen im Aufgabengebiet der Handwerkskammern sowie der Industrie- und Handelskammern

- Breite und nachhaltige netzgestützte Information und Weiterbildung der in die Prüfungsverfahren eingebundenen zumeist ehrenamtlichen Mitglieder von Prüfungsausschüssen über aktuelle Prüfungskonzepte und moderne Prüfungssysteme


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