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Projektdarstellung

Projektkurzbeschreibung: Entwicklung und Erforschung innovativer technischer Funktionalitäten und Inhalte für PC-Prüfungen

Dieses Anschlussvorhaben wird als Verbundprojekt gemeinsam von der Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk und der DIHK-Gesellschaft für berufliche Bildung mbH von Mai 2008 bis April 2010 durchgeführt. Dieses Vorhaben wurde aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert.


Das vorliegende Anschlussvorhaben basiert auf den Ergebnissen und Erfahrungen des Verbundprojektes "Innovative Prüfungsverfahren in der beruflichen Aus- und Weiterbildung unter Nutzung moderner Kommunikationstechniken". Im Rahmen dieses Verbundprojektes wurde von den Verbundpartnern (DIHK-Gesellschaft für berufliche Bildung , Organisation zur Förderung der IHK-Weiterbildung mbH und Zentralstelle für Weiterbildung im Handwerk) in Kooperation mit der Firma LPLUS (Bremen) eine dort bereits existierende Prüfungssoftware entsprechend weiterentwickelt, damit sie die grundlegenden technischen, organisatorischen, didaktischen und rechtlichen Herausforderungen öffentlich-rechtlicher Prüfungen erfüllt. Die Funktionsfähigkeit dieses Prüfungssystems wurde in einer breit angelegten Test- und Evaluierungsphase weiterentwickelt und qualitätsgesichert. Damit wurden die Voraussetzungen für den weiteren Transfer in der Organisation der prüfenden Stellen (HWKs und IHKs) im Bereich von Handwerk, Industrie, Handel und Dienstleistungen geschaffen.

Der bisherige Transfer und die Diskussion in den Organisationen zeigt, dass ein großes Interesse an innovativen Prüfungsverfahren besteht und dass das entwickelte PC-gestützte System als eine wesentliche Voraussetzung für die Modernisierung des Prüfungswesens in der beruflichen Bildung bewertet wird. Es werden aber auch die Herausforderungen deutlich, die für eine nachhaltige Einführung eines derartigen Systems bei der Vielzahl an Prüfungen in Handwerk, Industrie und Handel noch zu bewältigen sind.

Mit dem entwickelten System lassen sich insbesondere die in kaufmännischen und pädagogischen Bereichen bisher in Prüfungen erfolgten Qualifikationsfeststellungen mit einer hohen Qualität abbilden. Vor allem im technischen/naturwissenschaftlichen Bereich ergeben sich aus den Verordnungen ebenso wie aus der Praxis der Berufe weitergehende Anforderungen an Prüfungsverfahren. Für diese bieten neue Medien große Chancen, die dort enthaltenen Qualifikationen und Kompetenzen handlungs- und prozessbezogener umzusetzen.

Vor diesem Hintergrund sind in dem Anschlussvorhaben die folgenden Arbeitsschwerpunkte geplant:

  • Systementwicklung auf der Grundlage identifizierter Handlungsprozesse besonders in technischen und naturwissenschaftlichen Qualifikationen: Das erprobte PC-gestützte Prüfungssystem soll dazu in ausgewählten technischen Funktionalitäten so weiter entwickelt werden, dass es spezifische Anforderungen vor allem in technischen und gestaltenden Berufen noch besser abdecken kann. In diesen Berufen sind oft Prüfungsaufgaben gefordert, in denen beispielsweise Verläufe in graphische Darstellungen eingezeichnet werden müssen, der Einsatz von Formeln wichtig ist oder in Datenbanken recherchiert werden muss. Derartige Aufgaben sollen künftig in der Prüfung am PC realisiert werden können.
  • Analyse der Nutzung von neu entwickelten medialen Umsetzungen der Handlungs-/ und Prozessrealisierung in PC-gestützten Prüfungen in ausgewählten Berufen, darunter auch in nicht PC-affinen Berufen: Die neuen Funktionalitäten stellen spezifische Anforderungen an Prüfer/innen und Prüfungsteilnehmer/innen, die erprobt werden müssen, um Erkenntnisse für die weitere Optimierung des Prüfungssystems zu erhalten.
  • Mediengestützte Qualifizierungskonzepte für die Beteiligten: Aus der Erkenntnis über den Qualifizierungsbedarf sollen Blended-Learning-Konzepte besonders für die Ersteller/innen von Prüfungsaufgaben mit des System erstellt und erprobt werden.

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