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Meinungen

Erwartungen der Prüfungsteilnehmer/innen

Die Prüfungsteilnehmer/innen stehen computergestützten Prüfungen sehr positiv gegenüber. Für sie ist der Computer selbstverständliches Arbeitsmittel. Mit solchen Systemen wird durchweg die Erwartung verknüpft, dass sie einfach zu bedienen sind. Gewünscht werden realitätsnahe Prüfungsaufgaben mit Videos, Simulationen und Materialen aus der Arbeitsumwelt.


Die Prüfungsteilnehmer/innen stehen computergestützten Prüfungen sehr positiv gegenüber. Für sie ist der Computer selbstverständliches Arbeitsmittel. Mit solchen Systemen wird durchweg die Erwartung verknüpft, dass sie einfach zu bedienen sind. Gewünscht werden realitätsnahe Prüfungsaufgaben mit Videos, Simulationen und Materialen aus der Arbeitsumwelt.

 

Hinweise zur Befragung

Die Befragung wurde im Rahmen des Projekts "Innovative Prüfungsverfahren" durchgeführt. Die Ergebnisse sind nicht repräsentativ, zeigen jedoch aussagekräftige Tendenzen auf. Befragt wurden 612 Personen aus der Gruppe der Prüfungsteilnehmer/innen, davon etwa ein Viertel Frauen und drei Viertel Männer. Die Mehrzahl der befragten Teilnehmer/innen (ca. 71%) sind zwischen 17 und 28 Jahren alt. In Bezug auf Berufsgruppen bilden Kaufleute (20%) und Angehörige der Elektro-/Elektronikbranche (15%) die größten Gruppen, gefolgt von Anlagenmechanikern (5%), Bauzeichnern (3,3%), Mechatronikern (3,1%), Friseuren (2,3%) und Berufen des Kfz-Gewerbes (2,2%). Alle übrigen Befragungsteilnehmer verteilen sich auf weitere Berufsgruppen.

 

Die weit überwiegende Mehrzahl der Befragten (79,9%) hat bereits an mehreren Prüfungen teilgenommen; jeder fünfte verfügt über Erfahrungen mit computergestützten Prüfungsverfahren. Für mehr als zwei Drittel der Befragten ist der Umgang mit Computern selbstverständlicher Bestandteil des Alltags; Abneigungen gegen die Computernutzung ("Ich bin froh, dass ich beruflich eher wenig mit dem Computer zu tun habe") lassen dem entsprechend lediglich 18,9% erkennen. Dieses in Bezug auf Computernutzung/-vertrautheit insgesamt positive Bild rundet sich in der Gesamtschau ab, wenn rund zwei Drittel der Befragten aussagen, dass Computerkenntnisse Voraussetzungen für die berufliche Tätigkeit darstellen.

Eine komfortablere Beantwortbarkeit der Fragen und schnelleren Ergebnisrückmeldung ist für die weitaus meisten Kandidaten das wichtigste Ziel. Sie erwarten, dass die Gesamtprüfung übersichtlich zugänglich ist und für sehr komplexe Aufgabenstellungen Anleitungen zur Verfügung stehen. In Bezug auf die Auswertungsergebnisse wird zum einen erhöhte Objektivität unterstellt, zum anderen aber auch ein besonderer Schutz der Daten vor missbräuchlicher Verwendung durch Unbefugte eingefordert. Ebenfalls hoch rangiert der Wunsch nach zusätzlich abrufbaren Hilfen sowie einfacher Bedienbarkeit. Die Einbindung realitätsnaher Darstellungen wird gewünscht, wobei die Verwendung von Videos oder computergestützten Dokumenten der üblichen Arbeitsumwelt (hier: CAD-Zeichnungen) knapp hinter der Forderung nach Simulationen rangiert.

Schwierigkeiten in der Prüfung werden grundsätzlich nicht erwartet: Noch am ehesten rechnen hier jeweils etwa gut ein Drittel der Befragten mit technischen Problemen, gefolgt von Vermutungen der Überforderung aufgrund geringer Computererfahrung oder auch Erwägungen mangelnder Bildschirmergonomie. Dem gegenüber stehen Erwartungen von etwa drei Vierteln der Befragten, die sowohl Verbesserungen von Prüfungsverfahren und -ablauf sehen bzw. insgesamt eine Verbesserung der Prüfungsqualität erwarten.

Diese Befunde korrespondieren mit Selbsteinschätzungen hinsichtlich der Vertrautheit mit Computern. Im beruflichen Alltag gehen sie selbstverständlich mit Computern um und nutzen routinemäßig das Internet als persönliches Informations- und Kommunikationsmedium: Der Umgang mit Computern stellt daher klar erkennbar eine Selbstverständlichkeit dar.

Abschließend lässt die Erhebung den Schluss zu, dass computergestützte Prüfungsverfahren bei Prüfungsteilnehmer/innen auf eine deutlich überwiegend positive Aufnahme stoßen; dieser Befund wird akzentuiert durch das mehrheitlich ablehnende Antwortverhalten im Bereich der negativ gepolten Items. Die weit überwiegende Mehrheit der grundsätzlich hoch prüfungserfahrenen Befragungsteilnehmer/innen besitzt zum Befragungszeitpunkt erst wenig Erfahrungen mit computergestützten Prüfungen; ihr positives Antwortverhalten ist daher mehr Ausdruck einer auf die spätere Prüfungspraxis gerichteten Erwartungshaltung, die sich auf einen mehrheitlich souveränen Umgang mit Computern im Berufsalltag abstützt.

 

 

Häufigkeiten in Prozent

Von computergestützten Prüfungsverfahren erwarte ich:

1

2

3

4

eine einfache Bedienung.

72,8

17,8

6,8

2,6

eine schnellere Rückmeldung über das Prüfungsergebnis.

63,6

27,3

7,7

1,3

die Möglichkeit, durch die gesamte Prüfung zu blättern.

63,7

24,4

9,8

2,2

dass die Prüfungsdaten vor unberechtigtem Zugriff geschützt sind.

71,9

11,6

11,3

5,3

bei sehr komplexen Aufgaben Anleitungen, wie mit diesen umzugehen ist.

60,6

27,3

9,9

2,2

eine komfortablere Beantwortung der Prüfungsfragen.

50,0

38,5

9,2

2,3

realistische Prüfungsaufgaben( durch Simulation von z.B. Abläufen, Maschinen)

51,2

33,7

12,3

2,8

eine objektivere Prüfungsauswertung.

47,5

38,4

10,9

3,1

zusätzliche, abrufbare Hilfen.

50,7

32,8

10,9

5,6

"realistische Prüfungsaufgaben" durch Integration von Computer-Dokumenten, wie z.B. CAD-Zeichnungen.

40,4

39,4

16,0

4,2

"realistische Prüfungsaufgaben" durch den Einsatz von Videos.

40,0

35,4

18,6

5,9

mehr Praxisbezug und bessere Erfassung der Leistungen bei Aufgaben, die auch in der be­trieblichen Arbeit den Computereinsatz erfor­dern.

30,2

50,6

15,7

3,5

insgesamt gesehen eine Verbesserung der Prüfungsverfahren und des Prüfungsablaufs.

30,6

44,8

19,5

5,1

keine zusätzliche Belastung in der Prüfung, da der Umgang mit dem PC mittlerweile zu einer Alltagskompetenz geworden ist.

30,5

41,4

21,6

6,6

insgesamt eine Verbesserung der Qualität der Prüfung.

30,5

40,2

23,6

5,8

Computerkenntnisse sind Voraussetzungen für meine berufliche Tätigkeit.

35,7

32,1

25,1

7,1

Der Umgang mit dem Computer ist selbstverständlicher Bestandteil meines Alltags.

41,5

31,8

18,9

7,8

Das Internet ist für mich ein zentrales Medium für Information und Kommunikation.

52,2

27,3

15,2

5,3

Negativ gepolte Items

mehr Schwierigkeiten bei der Prüfungsdurchführung aufgrund von technischen Problemen.

12,2

31,7

39,4

16,7

eine Überforderung in der Prüfung aufgrund geringer Erfahrung im Umgang mit dem Computer.

13,3

23,1

37,9

25,7

einen wenig übersichtlichen Bildschirmaufbau.

9,0

24,2

38,7

28,2

Ich bin froh, dass ich beruflich eher wenig mit dem Computer zu tun habe.

7,1

11,8

35,7

45,4

1 Trifft voll zu; 2 Trifft überwiegend zu; 3 Trifft weniger zu; 4 Trifft gar nicht zu

 

Mehr Informationen:

Die Ergebnisse basieren auf einer von der Universität Duisburg/Essen, Institut für Erziehungswissenschaften durchgeführten Befragung zu Anforderungen und Erwartungen an computergestützte Prüfungssysteme. Die Befragung erfolgte im Rahmen des Projekts "Innovative Prüfungsverfahren".

Der gesamte Bericht "Prüfen am PC in der beruflichen Aus- und Weiterbildung / Anforderungen und Erwartungen an computergestützte" kann als Broschüre gegen eine Schutzgebühr von 1,50,- € bestellt werden.

W. Bertelsmann Verlag

Fax-Nr. (0521) 9 11 01-19

E-Mail: service@wbv.de


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